Unsere Entwicklung

Moni

Hallo, mein Name ist Monika Walczak, geboren bin ich auch und zwar am 4. Oktober 1962 (mein Geburtsdatum hat mein Leben geprägt, es ist der Welttierschutztag), meine Ausbildung als Krankenschwester und 17 Jahre Berufserfahrung, hat mir auch schon gute Dienste geleistet bei der Versorgung meiner vierbeinigen Kinder.

Angefangen hat alles mit einem Urlaub in Kärnten bei meinem Onkel und Tante, sie hatten einen Cockerspaniel Namens Ajax, oh verzeih mir Ajax, ich habe ihn mit meiner ganzen Liebe, ich war damals 4 Jahre alt, erdrückt und er hat alles über sich ergehen lassen. Mir hatte allerdings auch keiner gesagt, dass man nicht so penetrant sein darf wie ich es war. Jedes Jahr fuhren wir dorthin in Urlaub und wohnten dann auf einem Campingplatz im Zelt. Auf diesem Campingplatz lebte eine Hündin Namens Medi, sie war ein armes Tier, im Winter wurde sie einfach ihrem Schicksal überlassen ohne Futter ohne alles. Im Sommer bekam sie immer ihre Welpen, gerade als wir wieder da waren und ich habe einmal mitbekommen (ich war 5 oder 6) wie die Welpen totgeschlagen und den Berg hinunter geworfen wurden. Schreiend rannte ich erst zu dem Mann und sagte das er das nicht darf, die Babys töten, dann zu meinen Eltern das wir die Babys doch nehmen könnten, niemand hat mir geholfen .Auch von den Katzenbabys die erschlagen wurden, durfte ich keines haben. Ich musste zusehen wie man einer harmlosen Schlange, mit einem Campingstuhl, den Kopf abquetschte und konnte als Kind nichts machen, da es Erwachsene waren die das taten.

Sah ich allerdings Jungs die mit ihrer Fletsche auf Vögel schossen, habe ich mich mit ihnen gekloppt wie die Kesselflicker und war auch schnell verschrieen als Schlägerin aber das war mir so egal. Die Ohnmacht die ich gegen die Erwachsenen hatte war schlimm genug und hat mein Leben geprägt und verfolgt. Mit ca 12 Jahren schnappte ich mir mein Fahrrad und fuhr zum 15km entfernten Tierheim, dort ging ich dann mit Alfons einem Schäferhund weiß noch was Mix dann Stundenlang spazieren. So oft ich konnte fuhr ich zu ihm. Haben durfte ich ihn aber nicht. Tiere machen Dreck und kosten Geld.

Mit ca 15 Jahren wurde bei meinen Eltern im Haus eingebrochen und siehe da, nun konnte ein Hund kommen, unser erster Harro ein DSH mit langen Fell. ( Lieber Einbrecher ich danke dir so sehr ) Seitdem hatten wir immer DSH, es waren insgesamt 5 hintereinander, 2x Harro, 1x Blacky und 2x Senta. Meine Eltern waren nicht gerade die optimalen Hundehalter aber besser als im Tierheim hatten sie es allemal.

Als ich meine Ausbildung anfing konnte ich keinen Hund halten aber im Schwesternwohnheim bemerkte man meinen Deutschen Widder nicht, Klopfer war wie ein Hund, schlief bei mir im Bett und war auf jeden männlichen Besucher furchtbar eifersüchtig. Als ich schwanger wurde musste ich aus dem SWH raus und musste leider wieder zu meinen Eltern ziehen die darauf bestanden haben das ich Klopfer abgebe. Ich hoffe es war ein gutes Zuhause was ich gefunden habe. Nach 3 Jahren habe ich mir dann eine eigene Wohnung geleistet und hatte erst einmal Katzen, Mucki aus dem TH, Sascha vom Bauern und Rambo ebenfalls vom Bauern. Mein Sohn sollte mit Tieren aufwachsen dürfen.

Wiederum ein paar Jahre später habe ich mir dann auch noch meinen brummig dreinblickenden Nachbarn zugelegt ( den Satz hat er selber geschrieben). Jan schwärmte von Rottis ich von DSH also war unser erster gemeinsamer Hund eine wundervolle Mischung aus beiden, unsere Rimo. Unser TA überzeugte uns, wir sollten uns unbedingt einen Rotti anschauen, der leider auch dringendst ein Zuhause brauchte, nun ja was soll ich sagen Rimo war mit Ben einverstanden und somit zog Ben bei uns ein. Am Tag seiner Kastration haben wir ihn übernommen. Ben wollte einfach nicht wach werden, also ging Jan schon mal ins Bett und ich wollte Wache halten. Mitten in der Nacht bin ich wach geworden, lag Kopf an Kopf mit Ben und hielt Rimo in den Armen. Wo ich vorher noch sagte, „an dich muß ich mich erst gewöhnen“ war die Skepsis wie verpufft, Ben war mein Hund.

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Im Jahr 2000 war der Irrsinn mit der verdammten LHV und ich ging zum 1.mal auf die Straße um für die Tiere zu kämpfen, legte mich mit Politikern an, ging zu Podiumdiskussionen und ging mit auf jede Demo im Umkreis von 100km. Auf der ersten Demo in Düsseldorf las ich dann Welpenwaisenhaus auf einem Schild, ich sprach die Frau an und sie erzählte mir, dass sie z.Z. 2 Rotti Brüder hat die gerade mal 5-6 Wochen alt sind, die Mutter wäre in Köln ins TH gekommen. Zuhause angekommen erzählte ich Jan davon, nein wir können nicht noch mehr aufnehmen, 2 reichen und schon gar keine Welpen, wir sind doch beide voll berufstätig. Zwei Wochen später fragte mich Jan ob die Beiden wohl noch da sind, keine Ahnung, kannst ja fragen aber wieso. Wir setzten uns zusammen und klügelten unsere Dienstpläne so aus, mit Urlaub und Freischichten, dass die Kleinen max. 2-3 Stunden ohne uns aber mit Ben und Rimo , Mucki und Sascha gewesen wären. Kriegen wir hin, angerufen und die Kleinen abgeholt. Wir nannten sie Teddy und Balu. Nun wenn ich jetzt hier so weiter schreibe habe ich ein 5000 Seiten Buch.

Bei uns waren die wundervollsten und tollsten Hunde der Welt:

1. Rimo RIP
2. Ben RIP
3. Teddy RIP
4. Balu RIP
5. Ronja RIP
6. Enya RIP
7. Bonni RIP
8. Nena RIP
9. Elmo RIP
10. Diego RIP
11. Benny
12. Bruno RIP
13. Babsy
14. Chico RIP
15. Hugo RIP
16. Alina RIP
17. Alf RIP
18. Tyson RIP
19. Bär RIP
20. Salt RIP
21. Luna RIP
22. Lilly
23. Brando RIP
24. Hektor RIP
25.Toro RIP
26. Rico RIP
27. Paco
28. Falka
29. Piet
30. Mara
31. Wayne
32. Siel
33. Molly

Cristal und Nando wurden wieder abgeholt. Über jeden einzelnen könnte ich ein Buch schreiben aber dafür fehlt mir einfach die Zeit, sonst kann ich mich nicht um meine Kinder kümmern. Sept. 2004 zogen wir nach Meck.-Pom. Haben dort eine ehemalige Obstplantage gekauft mit 8ha Land und 8000qm Hofgrundstück. Und seit 2013 haben wir den § 11 zum Führen eines Gnadenhofes für Rottweiler und seit September 2019 sind wir ein gemeinnütziger Verein.

Mein Traum ist in Erfüllung gegangen.


Jan

Schon als kleiner Junge hegte ich den Wunsch nach einem eigenen Hund. Hierbei wurde ich auch noch von meiner älteren Schwester unterstützt. Alles Bitten und Betteln half aber nichts, unsere Mutter war dagegen und es blieb eisern beim n e i n. Nun, wir waren damals oft traurig darüber, aus heutiger Sicht kann ich meine Mutter zumindest teilweise verstehen.

Inzwischen bin ich nicht mehr 6 sondern 64 Jahre alt und es ist sogar zu mir durchgedrungen dass ein Hund zusätzlich Schmutz und Kosten sowie Mehrbelastung bedeutet. Ich stamme aus extrem bescheidenen Verhältnissen die Mehrkosten wirklich nicht zuließen und meine Mutter und Tiere, ein Kapitel für sich. Ich war etwa 11 Jahre alt als es sich ergab, dass eine Freundin meiner Schwester einen guten Platz, zumindest aber eine Betreuung für ihre 2- jährige Chow-Chow Hündin Sasha suchte (Veränderte Lebensumstände/ Scheidung/ selbstständig, das volle Repertoire das wir heute mehrmals wöchentlich zu hören bekommen). Sasha und ich waren vom Fleck weg ein Kopf und ein Hintern. Sie durfte sogar mit zu uns nach Hause wo sie sich super anpasste und kaum auffiel. Aber alles betteln half nichts, ich durfte sie nicht behalten und irgendwann hat sie einen guten Platz gefunden. Jahre später noch habe ich sie mit ihrem Frauchen Gassi gehen sehen.

Mit dem Thema Hund war ich so ziemlich durch als ich etwa 1980 in Duisburg einen Oldtimerkollegen besuchte in dessen Halle zwischen den alten Autos Condor hauste. Condor war ein traumhaft lieber, verschmuster Rottweiler-Rüde. Kumpel Bernhard hatte ihn mit etwas Nachdruck seinem sturzbetrunkenen Besitzer abgeluchst der wie von Sinnen abwechselnd auf Condor und die ebenfalls mitgeführte Schäferhündin einprügelte. So landete Condor zwischen den Autos, die Schäfi-Hündin bei dem Kioskbesitzer, wo sie sich getroffen hatten und beide Hunde lebten fortan zwar nicht im Paradies aber sicherlich deutlich besser als vorher. Condor war der erste Rottweiler den ich bis dahin zu sehen bekommen hatte und ich war hin und weg. Wie oft ich dort hin gefahren bin nur um Condor zu sehen bleibt mein Geheimnis. Eines stand fortan fest: Sollte ich jemals einen Hund besitzen so sollte es unbedingt ein Rotti sein. Ja, ich war so naiv zu glauben alle Rottweiler seien so lieb wie Condor. Nun, es sollte noch einige Jahre dauern.

Eine Zeit, in der es aber auch gut war, dass keine Fellnase von mir abhängig war gab es zwischendurch auch. Dann, jetzt mit Monika frisch verheiratet, den 40. Geburtstag überlebt, im Glauben inzwischen hinreichend erwachsen geworden zu sein und mit einem Kaufvertrag für ein Häuschen in der Tasche kam das Thema Hund wieder zur Sprache, wobei hier ehrlicherweise gesagt werden, dass man mit Moni auch über das Thema Zoo hätte reden können. Moni hatte einiges an Erfahrungen mit Schäferhunden aus dem Tierschutz, teilweise auch schweren Kalibers, vorzuweisen. Ich hatte von Hundehaltung keinen blassen Schimmer und plädierte für einen Rottweiler, Moni hatte zwar Erfahrung, dafür aber Angst vor Rottweilern. Eine Kleinanzeige brachte den Kompromiss. Eine 6-jährige Rottweiler x Schäferhund Mischlingsdame suchte ein neues Zuhause. Hingefahren, gesehen und den Goldschatz mitgenommen.

Rimo war ein Geschenk des Himmels und wir waren überglücklich. Leider zeigte sich allzu bald das Rimo für diese Welt einfach zu lieb war. Fast jeder Hund, der ihr begegnete meinte, sie beißen zu müssen und sie wehrte sich nicht. Nach ein paar Wochen wurde sie von der Schäferhündin meiner ehemaligen Lehrerin so traktiert, dass wir es vorzogen unseren Tierarzt aufzusuchen. Der, selber Rottweiler- Besitzer, wusste von meiner Vorliebe und witterte nun eine Chance. Er sei gerade am Vormittag von einer Kundin aus der Katzenhilfe wegen eines Rottibuben um Hilfe gebeten worden der dringend ein neues Zuhause bräuchte da der Besitzer verstorben sei. Er habe leider keine Zeit sich den Burschen mal zwecks Einschätzung anzuschauen und so bat er uns, dies zu übernehmen. Wir riefen also die Dame an, vereinbarten einen Termin und ja, Ben wurde unser erster Rottweiler. Ein Riese von Kerl, gesundheitlich stark angeschlagen, psychisch ein Wrack mit einem Herz/Wesen aus Gold. Etwa 4 Jahre später kamen noch zwei Welpen, 8 Wochen alte Wurfbrüder hinzu. Rimo und Ben waren zunächst entsetzt, nach 10 Tagen aber hatte Tante Rimo Milch und Papa Ben reichte uns jedes Mal, wenn „seine“ Jungs etwas angestellt hatten, zur Entschuldigung seine dicke Pranke.

Sie waren als Erziehungshelfer unbezahlbar. Allerdings war Papa Ben oftmals eher zu nachsichtig.2011 verließen Ben seine Kräfte, er ging über die Regenbogenbrücke, dafür kam die 17 Monate alte Ronja und die Rottilawine nahm ihren Lauf. Das meiste, was wir über Hundeerziehung wissen haben uns diese 3 Rocker beigebracht. Ihnen sollten noch viele Rottweiler unterschiedlichster Charaktere aus dem Tierschutz folgen.


Der Rottweiler-Gnadenhof-Dachsbergalm

Im Jahr 1996 haben wir unseren 1. Rottweiler bei uns aufgenommen, einen ca. 4 Jahre alten wundervollen Rüden.

Ben ist der Urvater dieses Projekts. Es war immer mein Traum, nicht gewollten und nicht geliebten Tieren all die Liebe und Verständnis zu geben die gerade ihnen gebührt. Bei uns sollten Tiere eine Heimat finden, die keiner haben möchte oder die in akuter Lebensgefahr sind. Im Jahr 2000 sind Jan und ich abwechselnd auf Demos gegangen, gegen diese irrsinnigen Rasselisten. Ich bin mit meinen Hunden in Kindergärten, Behinderteneinrichtungen und Schulen gegangen, um Aufklärungsarbeit zu leisten.
Im Jahr 2003 sah ich per Zufall bei meiner Schwägerin dieses Anwesen im Internet und ich wusste, DAS IST ES.

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Jan war todunglücklich und trotzdem stimmte er dem Kauf zu.
Jan, der durch den Sozialplan der Ruhrkohle nun nicht mehr arbeiten musste, hockte nun am schönsten Popo der Welt und ich, die die Einsamkeit gesucht hat musste in NRW weiterhin arbeiten. 10 Tage arbeiten 4 Tage frei. Leider oder besser gesagt Gott sei Dank kam bei mir nach einem Jahr der Zusammenbruch. Herz- Op, Mikroembolien----EU-Rente, zunächst auf Zeit. Seit 2013 EU-Rente unbegrenzt. Das war der Anfang für den Gnadenhof.

Bei Ebay nach gebrauchten Vollschutz-Zwingern gesucht und den ersten mitten in meinen Gemüsegarten aufgestellt. Nee, das war nicht das was ich mir vorstellte. Eine Hütte mit Heizung musste her und auch ein Auslauf. Es wurden noch mehrere Zwinger gekauft und dann in Marke Eigenbau so konstruiert, dass ich damit leben kann. Über die Jahre hinweg haben wir jetzt 4 Zwinger doppelt isoliert 16m² groß mit je ca 100m² großen Auslauf erstellt. Sie sind schön hell, da wir mind. eine Seite nur mit Doppelstegplatten, die man im Sommer wegnehmen kann, ausgestattet haben. Im Haus können 4 Pärchen leben und draußen ebenfalls. Damit unsere Arthrose geplagten Fellkinder in die obere Etage gelangen können hat Jan mit unserem leider verstorbenen Freund und Schlosser Hartmut einen Aufzug gebaut.

Unser Anwesen hat 8ha Land direkt am Haus, im Sommer steht dort eine Rinderherde und im Winter können unsere Kleinen dort laufen. Der Wald liegt ebenfalls direkt vor unserer Haustüre, wo man herrlich spazieren gehen kann. Ca 8000m² Hofgrundstück haben wir 2,20m hoch eingezäunt und in 3 Bereiche aufgeteilt, so dass man auch gleichzeitig mehrere Hunde laufen lassen kann.


Wind of Change:

22.05.2019

So hieß vor 30 Jahren ein Megahit der Scorpions und wurde zum Symbol für die Wende. Diese Wende hat es ermöglicht, dass wir vor 15 Jahren diesen Hof in Meck-Pom übernehmen konnten, auf dem wir vor 6 Jahren den Rottweiler-Gnadenhof-Dachsbergalm gegründet haben. Am vergangenen Dienstag wehte erneut der Wind of Change über die Dachsbergalm. Aus dem Rottweiler-Gnadenhof-Dachsbergalm wurde am 17.09.2019 der Verein Rottweiler-Gnadenhof-Dachsbergalm n.e.V. mit anerkannter Gemeinnützigkeit.

Vorstand: Jan Walczak.

Vorstand Kasse: Monika Walczak.

Im Gegenzug werden alle Verbindungen zum Verein Die Gemeinsamen e.V. abgebrochen sobald dort der letzte vereinseigene Hund, für die wir uns verantwortlich fühlen, ein gutes Zuhause gefunden hat.

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Und bitte, liebe Freunde. Denkt daran das Wörtchen Spende mit auf die Überweisung zu schreiben. Wer eine Spendenquittung benötigt kann sie bekommen, wenn er das auf der Überweisung vermerkt und seine vollständige Anschrift und möglichst auch seine Mailadresse hinzufügt. Habt bitte Verständnis dafür, dass wir Spendenquittungen immer erst nach Ablauf des Geschäftsjahres am Anfang des Folgejahres, also im Januar, erstellen und verschicken.